Anschaulich-schreiben

Anschaulich Schreiben – 8 Tipps für Kopfkino und fesselnde Geschichten

Kennen Sie das? Ihr Text ist handwerklich sauber, gut gegliedert, ohne Fehler – aber Sie merken selbst: Lesefreude klingt anders. Ihre Leser bleiben unbeteiligt, fiebern nicht mit. Keiner will wissen, wie es weitergeht ...  Schnallen Sie sich an. Hier kommt die Lösung.

Derart flaue Texte leiden fast immer an derselben Krankheit: Sie sind zu abstrakt und zu fürsorglich geschrieben. Sie legen dem Leser ein fertiges Gedankenmodell vor, das er benutzen kann, ohne sich anzustrengen, die eigene Fantasie zu bemühen oder das Risiko von Missverständnissen zu erleiden. Sie sind idiotensicher und daher für intelligente Menschen langweilig.

Aber warum finden andere das Thema langweilig, das Sie so spannend finden?

Sie selbst haben sich für das Thema begeistert, während Sie es sich erarbeiten mussten. Sie mussten graben, um Antworten freizulegen, sich die Schweissperlen von der Stirn wischen, Probleme lösen, um weiterzukommen. Und dann kam der krönende Moment: Das unerwartete Glück einer neuen Einsicht.

Ihr Verstand lebt für solche Momente. Er will sich mit allen Sinnen ins nächste Abenteuer stürzen, sich nass und dreckig machen, über Zäune klettern, aus der Puste kommen und dann die neuen Schätze nach Hause tragen, heiss duschen, in frische Kleider schlüpfen und den neuen Reichtum bestaunen.

Er will nicht hören: «Ich habe im Jeep die Wüste durchquert. Wegen guter Planung und einem Quäntchen Glück hat alles prima geklappt.»

Er will den verbeulten 1992er Mitsubishi-Jeep sehen, den Sand auf der Zunge spüren und den klirrend kalten Nachthimmel vor Augen haben. Prima, dass am Ende alles gut gegangen ist. Aber bitte – bitte lassen Sie ihn erst einmal leiden, damit er am Ende den Triumph spüren kann, den Sie erlebt haben.

Genau darum geht es beim anschaulichen Schreiben. Anschauliche Texte nehmen ihre Leser mit und zeigen ihnen, was läuft. Damit sie selbst sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen können, worum es geht. «Show, don't tell» nennen das die Engländer. Und Asta Nielsen zeigt Ihnen heute, wie das geht.

Ein Beispiel:

«Sie feierten bis tief in die Nacht.»

Dieser Satz passt in einen Bericht, in dem Sie die Fakten nüchtern aneinanderreihen. Für eine engagierte Reportage oder einen Roman ist er zu blass. Klemmen Sie sich Ihre Leser unter den Arm; schleichen Sie zum Hintereingang und zeigen Sie, was Sie sehen:

«Auf den Tischen türmen sich Teller und Schüsseln. Dazwischen dutzende Humpen. Die meisten leer, manche umgestossen, in seichten Pfützen dümpelnd. Bierselig grölende Männerstimmen lassen die Scheiben in den Fenstern klirren und sind noch hinten im Tal als fernes Rumoren zu hören.»

So ein Text wirft uns mitten ins Geschehen und gibt uns das Gefühl, dabei zu sein. Viele Autoren servieren ihren Lesern nur ein laues Fazit, statt sie ins bunte Treiben mitzunehmen. Die pralle Vielfalt, die saftigen Details, der derbe Geruch – all das kommt nicht zur Sprache. Schade.

Anschauliche Sprache ist das wichtigste Stilmittel für spannende Texte:

  • Sie braucht Raum
  • Sie verlangsamt den Text
  • Sie erzeugt Atmosphäre
  • Sie gibt Ihren Schlüsselszenen mehr Gewicht

Daher darf sie nicht das einzige Stilmittel sein. Erst im Wechsel mit schnelleren, knapperen und abstrakteren Erzählweisen entfaltet sie ihre ganze Kraft.

Der Alltag verlangt meist nüchterne Texte. So verkümmert das Talent für anschauliches Schreiben.

Von Asta Nielsen lernen

Asta-Nielsen-FilmplakatAsta Nielsen – den Namen kennen nur wenige. Das Gesicht zumindest einige. Sie war der grösste Star des Stummfilms. Von 1910 bis 1927 spielte sie in knapp 60 Filmen mit. Mit der Erfindung des Tonfilms endete ihre Karriere.

Warum Sie von ihr lernen können?

Weil sie die Meisterin des «Show, don't tell» war. Im Stummfilm muss alles Wichtige szenisch dargestellt werden. Man kann nicht Statisten Worte wie «Da wird ausschweifend gefeiert» in den Mund legen. Der Stummfilm-Zuschauer muss selbst zu dem Schluss kommen, dass die Szene genau diese Bedeutung hat.

Wer schreibt, hat jede Menge Text zur Verfügung. Da streut man ein paar markige Adjektive über den Text und drückt jeder Szene die Bedeutung auf, die gerade gebraucht wird.

So geschieht es auch in schlechten Tonfilmen: Wenn dem Drehbuchautor die Ideen ausgehen, flickt er den Plot mit einem Telefonat, in dem er das in Worte fasst, wofür ihm keine Bilder eingefallen sind.

Das können Sie besser.

Stellen Sie sich vor, Sie wären der Regisseur in einem Asta-Nielsen-Film. Sie müssen Bilder mit maximaler Kraft erfinden, um die Dramatik des Geschehens auszudrücken. Solche Bilder können Sie nur filmen, wenn Sie den Requisiteuren, Schauspielern und Special-Effects-Leuten genaue Anweisungen geben:

  • In welcher Kulisse spielt die Szene?
  • Was sehen wir, wenn wir die Totale zeigen?
  • Wer steht wo, in welcher Haltung, mit welcher Mimik?
  • Wie sind die Personen gekleidet?
  • Was tun sie gerade?
  • Wie ist der Ablauf? Wie ist das Tempo?
  • Welche Details wollen Sie in Nahaufnahme zeigen?
  • Welche Gerüche, Klänge, Farben, Gefühle sind wichtig?

Kurzum: Malen Sie sich die Szene so facettenreich wie möglich aus. Sodass Sie ein Drehbuch mit ganz exakten Anweisungen für alle Akteure schreiben könnten und das Bild für sich spräche.

Und wenn Sie das vor Augen haben, beschreiben Sie es.

Beschreiben Sie nicht, was die Szene bedeutet, sondern was der Leser sehen, hören, schmecken soll, um sich vorzustellen, was Sie sich vorgestellt haben.

Anschaulich schreiben: 8 konkrete Tipps

Das Asta Nielsen Experiment zeigt Ihnen, wie Sie zu Ideen kommen, den Requisiten, Gerüchen, Klängen, die Sie für Ihre anschauliche Schreibe brauchen. Wenn Sie einen matten Text zum Leuchten bringen wollen, halten Sie sich an die folgenden 8 Tipps:

1. Vom Stummfilm lernen

Stellen Sie sich vor, Sie müssten einen Stummfilm drehen. Was zeigen Sie, damit das Publikum sieht, was Sie sehen? Gehen Sie die folgende Liste durch und nehmen Sie sich Zeit. Keiner sagt, dass Ihnen auf Anhieb ein Dutzend tolle Ideen kommen wird. Aber wenn Sie dranbleiben – dann klappts. (Guten Texten merkt man nicht an, wie viel Arbeit sie gemacht haben, bis sie locker und lässig klangen. Das darf Sie nicht täuschen. Qualität braucht 90% Schweiss und 10% Talent.

Kulisse
Haltung, Mimik, Kleidung
Ablauf, Tempo
Charakteristische Details
Gerüche, Klänge, Farben, Gefühle

2. Dialog / Rede

Dialoge haben zwei Dimensionen: Das Thema und die Sprecher. Ein guter Dialog liefert Informationen und macht die Figuren durch ihre Sprechweise lebendig.

Es reicht also nicht, dass Sie sich überlegen, welche Informationen der Dialog vermitteln soll (Einbrecher A weist Einbrecher B darauf hin, dass die Polizei naht). Überlegen Sie sich, in welcher Lage die Akteure stecken und wie ihre Persönlichkeit ihre Sprechweise färbt. Stellen Sie sich in ihre Schuhe und schreiben Sie dann genau so, wie es zu Person und Situation passt.

«Scheiße!» «Was?» «Die Bullen!» «Nein!» «Doch!» «Scheiße!»

3. Alle Sinne ansprechen

Je mehr Sinne Sie ansprechen, desto lebensechter wirkt die Situation. Für Auge und Ohr schreiben viele. Schreiben Sie auch für andere Sinne. Holen Sie sich dafür bei Tipp Nr. 1 ein paar Anregungen. Dort habe Sie ein Filmset entwickelt. Das spricht verschiedene Sinne an. Wie genau spricht es welche Sinne an? Und bitte: Schreiben Sie konkret, aus der Sicht dessen, der es erlebt, nicht aus der Sicht des allwissenden Erzählers, der ein knappes Resümee zieht. 

Statt: «Er war nervös und ausserdem war es heiss und stickig in dem Raum.» Lieber: «Er begann zu schwitzen und löste mit fahrigen Fingern den Kragenknopf. Bohnerwachs und Aktenmuff lagen in der Luft.»

4. Ursachen und Folgen Beschreiben

Beschreiben Sie Ursachen, Folgen und Abläufe, statt die Sache direkt zu benennen. Im Stummfilm blenden Sie ja auch nicht einfach eine Tafel ein: «Er freut sich auf das Candlelight-Dinner mit seiner neuen Flamme.» Sie zeigen, wie er die Wohnung putzt, das gute Geschirr hervorholt, die Weingläser poliert, den Kravattenknoten zurechtzupft, die Kerze anzündet und dauernd auf die Uhr sieht.

«So streng war der Winter, dass die Schindelnägel auf den Dächern krachten, die Vögel im Schlaf von den Bäumen fielen und die Rehe verwirrt bis in die Dörfer kamen.»

5. Das treffende Wort

Es gibt viele unscharfe Allerweltswörter ohne Strahlkraft. Meiden Sie sie. Nehmen Sie das treffende, konkrete, markante Wort. Auch das braucht Übung. Legen Sie sich ein Synonymwörterbuch zu oder benutzen Sie einen Online-Thesaurus.

Baum – Akazie
Kind – Lausbub
Blumen – Margariten
Strasse – Allee
sitzen – hocken
sehen – starren
gross – turmhoch
Lernen Sie Wörter schätzen, die nicht alltäglich, aber doch geläufig sind. (Magd, Humpen, Schwarte, frönen...)

6. Metaphern nutzen

Gut gewählte und originelle Metaphern sind ein Gewinn für Ihren Text. Aber: Besser keine Metapher als eine abgenutzte. «Sie fegte wie ein Wirbelwind durchs Haus.» Das ist vor Urzeiten mal eine frische Metapher gewesen. Aber jetzt ist sie in die Jahre gekommen. Zu oft musste sie herhalten, um laschen Texten Schwung zu geben. Wir sind sie leid.

Erfinden Sie etwas Neues. Und erfinden Sie es gut. Sodass es wie die Faust aufs Auge (oder: «Wie der Zwerg zum Vorgarten») passt.   

«Ihre Augen leuchteten wie die Scheiben brennender Irrenhäuser.» (Arno Schmidt über die Hitlerjugend)

7. Adjektive meiden

Adjektive sind oft dürftige Reparaturversuche an schlecht gewählten Wörtern. Und eine verschenkte Chance für anschaulichen Text. Wenn Ihr Wort die Sache noch nicht festnagelt, wenn es keinen Wind in die Segel treibt, dann suchen Sie ein besseres (Tipp 5) oder ersetzen Sie es durch eine konkrete Beschreibung (Tipp 3). Adjektive sollten Ihnen immer verdächtig sein. In 8 von 10 Fällen sind sie keine gute Wahl. 

Statt: «Im Raum war schlechte Luft.» Lieber: «Lisa rümpfte die Nase und riss die Fenster auf. »

8. Die Menge macht das Gift

Anschauliche Sprache hebt sich angenehm von fader Massenware ab. Aber nur, wenn Sie nicht übertreiben. Ihre Texte sind kein Brockenhaus, in dem jeder Winkel mit Gerümpel zugestellt ist. Sie sollen Lust machen, sie zu erkunden, die Aufmerksamkeit von einem interessanten Detail zum nächsten führen und zwischendurch Zeit zum Schnaufen lassen. 

 

Anschauliche Sprache ist meist länger (und langsamer) als abstrakte. Erst die Mischung erzeugt lebhafte Dynamik. Zu viele Bilder lenken vom roten Faden ab. 

Infografik

8 Tipps anschaulich schreiben 600

Die 8 Tipps sind vielleicht zu viel fürs Kurzzeitgedächtnis. Und Sie wollen ja nicht jedes Mal hierher zurückkehren, wenn Sie einen Text aufbrezeln müssen. Daher habe ich die 8 Tipps in einer Infografik zusammengefasst. Wenn Sie möchten, schicke ich Ihnen die Grafik als PDF zum Ausdrucken oder Abspeichern. Einfach aufs Bild klicken, dann erhalten Sie ein E-Mail von mir.

Und hier ist die Liste aller Artikel über guten Schreibstil

Verständliche Fachtexte schreiben: So liebts Ihr Leser  [Speziell für Ingenieure, Mikrobiologen, Ärzte, Softwareentwickler, Finanzplaner, Steuerberater und Soziologen: So bringen Sie Ihr Wissen verständlich aufs Papier.]

Bewerbungen, die begeistern: So kommen Sie ins Vorstellungsgespräch  [Die jungen Überflieger sind überall begehrt. Aber Charakterköpfe mit Lebenserfahrung werden oft frühzeitig aussortiert. Das lassen wir nicht zu.]

Der rote Faden: Rezepte [Wo der rote Faden fehlt, ist das Lesen eine Plackerei. Wer viel weiss, hat oft die grösste Mühe. Wir lotsen Sie durch schwieriges Gelände.]

Das treffende Wort: Reparaturanleitung für lahme Texte [Gute Texte brauchen rassige Wörter mit Strahlkraft und Aroma. Wie Sie die finden (und von den laschen Verliererwörtern unterscheiden) erklärt dieser Artikel.]

Texte, die zünden: Wie das Unmögliche möglich wird [Klug, gut gemeint, hilfreich: Das reicht nicht. Damit ein Text zündet, muss jedes Detail stimmen. Hier wird’s erklärt.]

So geht spannend: 8 Tipps von Autor Peter Höner [Krimiautor Peter Höner erklärt Ihnen die 8 Methoden, um Spannung zu erzeugen und bis zum Höhepunkt am Lodern zu halten.]

Briefe für den Mülleimer: Machen Sies besser [Was unterscheidet einen gelungenen Werbebrief von hilfloser Reklame? Wir erklären es an einem echten Beispiel.]

So schreibt man heute: die wichtigen Kleinigkeiten für Ihre Korrespondenz [Zeitgemässer Briefstil läuft anders als vor 20 Jahren. Wir erklären den modernen Standard.]

Was Sie von Mark Twain über Adjektive lernen können [Das wissen nur wenige: Adjektive sind Textverschlimmerer. Die meisten sollte man ersatzlos streichen; dann sind die restlichen ein Gewinn.]

Konkret und bildhaft schreiben – so gehts  [So wird aus Buchstabensuppe grosses Kopfkino: Wenn Sie die Leser auf Ihre Reise mitnehmen, statt nur darüber zu berichten.]

Anschaulich Schreiben – 8 Tipps für Kopfkino und fesselnde Geschichten [Asta Nielsen war die berühmteste Diva des Stummfilms. Sie hatte keine Worte. Die Kraft der Bilder musste genügen. Von ihr können Sie überraschend viel für spannende Texte lernen.]

Ausserdem: Wenn Sie Fehler in Rechtschreibung und Grammatik suchen, haben wir hier die gleiche Übersicht zum Thema «Korrekte Texte». Und hier ist unsere Übersicht mit allen Artikeln über Online-Marketing.

wiemeyer matthias rund

 

Herzliche Grüsse
Matthias Wiemeyer

 

Kommentare   

+1 # Simone 2016-03-31 16:05
Da habt ihr aber euch Mühe gegeben. Ich werde an Asta Nielsen denken bei meiner nächsten Geschichte, die ich schreiben werde. Macht weiter so. Simone W.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
0 # Schreibszene 2016-04-04 17:20
Stimmt. Das war viel Mühe. Schön, dass Ihnen der Artikel gefallen hat.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
+2 # Hans T 2016-04-04 20:27
Sehr hilfreich. Wenn auch nicht ganz einfach. Es braucht Übung, sich das Geschehen so bildhaft vorzustellen und es dann "abzuschreiben". Aber ich bin froh, endlich eine Anleitung gefunden zu haben, wie ich das "show don't tell" umsetzen kann. Man liest sonst immer nur, wie es nicht geht, erhält aber keine Vorschläge, wie man sich richtig hineindenken kann. Vielen Dank dafür. Auch für den Download der Übersichtsblattes. Liegt als Spickzettel neben meiner Tastatur.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
0 # Matthias Wiemeyer 2016-05-24 09:44
Prima - freut mich, wenn der Artikel Ihnen weiterhilft.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
0 # Vesna Bechstein 2016-10-14 13:48
Finde den Link zum Stummfilm grossartig und bedanke mich für die kompakte, dichte und ideal gestaltete Infografik!
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
0 # Matthias Wiemeyer 2016-10-14 15:16
Das freut mich. Viel Erfolg damit.
Matthias Wiemeyer
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
0 # Margit Gieszer 2017-06-11 15:03
Ich bin überrascht und glücklich, diese Seite auf meiner Suche nach "bildhaftem Schreiben" gefunden zu haben! Mein Rohentwurf ist fertig und harrt der Überarbeitung. Jetzt ist mir klar geworden, was fehlt. Ich bedanke mich sehr herzlich!
Margit
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
0 # Rolando18 2018-05-30 18:15
Vielen lieben Dank. Kann man sowas auch für das Schreiben von [url=http://www.gedenkkarten.ch
]Trauerkarten benutzen oder wirkt das dann zu aufgesetzt? Ich finde es schwer bei sowas den passenden Anfang zu finden. Habt ihr einen Tipp?
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden
0 # Matthias Wiemeyer 2018-05-31 16:56
Lieber Rolando 18
Der Anfang fällt vielen Leuten schwer. Viele beginnen mit abgegriffenen Floskeln, weil Sie sich dem Thema irgendwie «respektvoll nähern» wollen, bevor sie richtig beginnen. Das ist wie das Anklopfen vor dem Eintreten.
Meine Empfehlung: Starten Sie ruhig mit einer Floskel, wenn Ihnen das hilft, einen Anfang zu finden. Dann sind Sie frei, etwas Gehaltvolles zu schreiben. Wenn Ihr Text fertig ist, lesen Sie alles noch einmal durch und streichen den ersten Absatz mit der Floskel. Das funktioniert oft viel besser, als krampfhaft nach einem originellen Einstieg zu suchen.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Dem Administrator melden