Wir haben unsere Kurse neu erfunden

Wir haben unsere Kurse neu erfunden

Ich musste mich schon ein paar Mal neu erfinden, daher habe ich etwas Übung. Ich darf sogar sagen: Es macht mir Spass, weil Routine mir nicht so liegt.

Wir sind in der KI-Entwicklung Pioniere und möchten es auch bleiben. Also haben wir unsere Arbeit und unsere Kurse angepasst. Das neueste Ergebnis ist ein Dialogmodell, das in fast allen Lebenslagen punktgenau das Wissen bereitstellt, das Sie gerade brauchen, um Ihre Arbeit zu erledigen oder Ihre Neugierde zu befriedigen (auch wenn Sie noch ganz planlos sind).

Beispiel: Letzten Donnerstag bin ich über eine Werbung gestolpert, die versprach, VitaminC-Tabletten würden das Darmkrebsrisiko senken. Ich war skeptisch und wollte es genau wissen. Also habe ich die KI gebeten, mit anklickbaren Quellen, kurzen Zitaten und einer klaren Zusammenfassung nachzusehen. Das kam dabei heraus:

  • Viel Obst und Gemüse geht in grossen Beobachtungsstudien teils mit weniger Darmkrebsfällen einher ( Park 2010, ≈ 19 % niedrigeres Risiko ).
  • Vitamin-C-Tabletten allein zeigen keinen verlässlichen Zusatznutzen ( Heine-Bröring 2015 ). Untersuchungen mit genetischen Zufallsvarianten (Mendelian Randomization) finden keinen kausalen Effekt höherer Vitamin-C-Spiegel auf Krebs ( Fu 2021 ).
  • Am plausibelsten ist: Vitamin C im Blut steht für viel Obst und Gemüse – der Effekt kommt vom Gesamtpaket Ernährung , nicht von der Pille.
  • Kurze Zitate (mit Quelle): «… RR 0.81 (0.71–0.92; > 600 vs ≤ 100 mg/Tag ).» — Park 2010 « Inconsistent associations … for colon cancer risk and supplemental vitamin C .» — Heine-Bröring 2015 « No evidence of a causal association …» — Fu 2021
  • Praktischer Tipp: Einfach gesagt: Greif zu frischem Obst und Gemüse, nicht zu Vitamintabletten. Täglich fünf Portionen einplanen (≈ 400–500 g). Vitamin C aus Lebensmitteln: Eine rote Peperoni oder eine grosse Orange deckt fast den Tagesbedarf (≈ 100 mg).

So habe ich eine schnelle Antwort, kann die Originalquellen öffnen, nachfragen und in die Tiefe gehen – oder mich dem nächsten Thema zuwenden.

Wie man die Anfrage richtig formuliert, wie man prüft und tiefer bohrt, die Ergebnisse fürs Schreiben unterschiedlicher Formate anpasst und dicke oder dünne Bretter bohrt – das ist alles Teil unserer neuen Dialogmethode. Daran habe ich seit Wochen gefeilt; jetzt gehört sie zum Kerninhalt unserer Kurse für den Umgang mit KIund zu unserer Schreibwerkstatt.

Ich liebe diese Methode, weil sie originelles Denken und kreative Kontrolle mit Unterstützung durch KI-Assistenten verbindet. Denn ich will mir meine Arbeit nicht abnehmen lassen. Ich will bessere Ergebnisse in der gleichen Zeit, will dazulernen, neue Wissensgebiete erforschen und mich an Themen heranwagen, die mir bislang zu hoch waren. Das alles geht jetzt viel leichter und macht mehr Spass.

Das wars für heute

Herzliche Grüsse

Matthias Wiemeyer und Petra Huber

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