An meine rechte Hand

Streicheln, schliessen und schlagen;

öffnen, wärmen, werfen und zerren.

Handlungen gehen nur so von der Hand.

Gerichte kochen, die Gabel zum Mund führen;

den Pullover über den Kopf ziehen,

den Strumpf über das Knie streifen.

Notizen aufschreiben, intime Gedanken.

Hände schütteln, auf die Finger schlagen,

drohen und wieder winken, zum Abschied.

Die kleine Katze streicheln, ganz zärtlich,

dem Kind tröstend über die Wange fahren

und allzu selten berühren, ihn, seine Haut.

Erneut die Küche und das Bad putzen,

das Auto lenken, auf den Strassen des Lebens.

Dann und wann Hilfe holen, bei der Linken.

Weihnachtskugeln aufhängen, Lametta befestigen

und manch schief geborenen, flachen Stern.

Ich greife nach meinen hochtrabenden Träumen.

Mit meiner rechen Hand.

(Claudia Engeler)