An eine Ehefrau

Was schimmert da im Abendrot, das bist ja du, mit dem frisch gekauften Brot
Du stampfst, schnaubst, schwitzt, durch den tiefen Schnee, der seit gestern auf der Landschaft sitzt
Noch spät bist du unterwegs, mit der vollen Tasche, gestopft mit Brot, Grittibänz und Keks

Im Stubenzimmer warten wir gespannt, ob du es denn rechtzeitig schaffst und die Gebäcke nicht sind verbrannt
Es glimmert, leuchtet, glänzt, und eigentlich fehlst nur noch du, mit dem frischen Grittibänz
Da kommst du endlich an, bei dem Haus in dem schon alle warten, Tochter, Sohn und Mann

Nun, da alle beisammen sind, kann es endlich beginnen, das Fest zu den Ehren vom Christkind
Es wird geschenkt, gelacht, getanzt, im warmen Licht der Kerzen, die da leuchten auf dem Adventskranz
Und als dann alles ist vorbei, sage ich dir vielen Dank, dass du immer sorgst, für mich, dich und die kleinen Zwei.


(Fabian Bracher)